Vom Anthropo|Pyro-zum MAGAzän 20250120: „Hey, Wassup MAGGA!?“
- thomasgorgas
- 2. Feb. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Feb. 2025
Manchmal ist es besser, die Klappe zu halten: Vor fast 15 Jahren waren wir auf einer anspruchsvollen Expedition vor Grönland. In der Mitternachtssonne scherzten wir über die „unglaubliche Schönheit der Landschaft“ und den „Immobilienwert der Küste“. Unser Fokus lag allerdings auf „Rohstofferkundung“ (für uns als akademische Organisation @Texas A&M University eine Ausnahme), obwohl seit jeher die „Rekonstruktion des Erdklimas“ unser Kerngeschäft @DSDP/ODP/IODP war.

Wann immer wir damals bei der Kernbearbeitung im Labor Fehler machten, lästerten wir oft übereinander mit dem Kommentar: „You are sooo fired!“ - man ahnt wahrscheinlich spätestens jetzt, was als Nächstes kommt... -
Richtig geraten: Dies führt uns mitten ins Herz der Neo-Steinzeit-Ära, dem selbsternannten „MAGAzän“, das wohl auf „gesundem Menschenverstand“ basiere – zumindest für seine Befürworter. Das alte Sprichwort meiner Wahlheimat passt hier gruselig-gut, „authentisch“ und abschreckend: „Be careful what you are wishing for!“
Trotz dieser verstörenden geopolitischen Entwicklung bleibt unsere Lebensphilosophie klar: „Niemals den Kopf in den Sand stecken!“ Das bringt einen nicht weiter. Daher stellen wir der MAGA-Ideologie unser MAGGA-Motto entgegen: „Make Germany Great Again!“
Bloss: Wie? In Anbetracht der aktuellen Misere, in der Deutschland auf den 30. Platz der Industrieländer im Wirtschaftswachstum abgerutscht ist, sowie anderer akuter inerner wie externer Probleme, erscheint dies fast aussichtslos. Viele der selbstverschuldeten Probleme sind tief verankert und müssen angegangen werden – das ist unbestritten. Wir haben das kürzlich auf WELT.de angesprochen.

Die Konsequenz aus diesen negativen Entwicklungen ist klar: „Wir halten dagegen!“ Gut gebrüllt, Löwe! Aber wie? Wir arbeiten weiter an unserem Geschäftsmodell, um durch Innovation unsere lebenswichtigen Ressourcen, insbesondere "unser aller Wasser im Boden", zu erkunden, verantwortungsvoll zu managen und zu sichern. Dafür haben wir mittlerweile starke Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und gemeinnützigen Organisationen - sowohl in Deutschland als auch in den USA.

Statt in Kompromisslosigkeit zu verhaften oder andere niederringen zu wollen, setzen wir auch zukünftig auf Kooperation und Innovation. Wie Bundestrainer Nagelsmann nach dem frühzeitigem Aus in der heimischen EM treffend bemerkte: Es geht besser, miteinander als gegeneinander voranzukommen. Hierzu bedarf kein „Moralapostel“ oder „Raketenwissenschaftler“ – einfach nur gesunder Menschenverstand. Und vielleicht sollten wir gelegentlich einfach mal die Klappe halten. So wie ich jetzt...




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