Volle Kanne durch die Hitzewelle 2026!
- thomasgorgas
- vor 1 Tag
- 3 Min. Lesezeit
Endlich ist sie gebrochen: die Hitzewellen-Temperaturkurve der vergangenen Wochen.
Wie wir durch die Hitzewelle gekommen sind
Statt herunterzufahren, haben wir in den vergangenen Wochen körperlich und mental noch einmal hochgefahren – Arbeitsstunden, Kundenzahl und berufliche Aktivitäten, zwischendurch tägliches Tutor-Unterrichten und Programmieren für das nächste Software-Modul.
Eine hervorragende Gelegenheit also, das „Gesamtpaket“ unter einem ziemlich strikten persönlichen Resilienz-Regime zu testen:
Hydration – für mich seit vielen Jahren ein zentrales Thema der körperlichen und mentalen Wellness, insbesondere mit dem sogenannten „restrukturierten“ H₂O (oder Kangen-H₂O, wie es die Japaner nennen).
Dazu kamen ein hochwertiges pflanzliches Vitaminpräparat sowie Maßnahmen zur Unterstützung der Darmflora. Vegetarisch leben wir ohnehin schon seit Jahren.
Und natürlich: konsequente Ruhepausen während des Tages.
Dabei hatte unser Dackel Walter durchaus eine mitentscheidende Funktion. Er beherrscht die Kunst der Tiefenentspannung wie kein anderer bei uns im Haus – und das Nichtstun bei hohen Temperaturen geradezu meisterhaft.
Das Ergebnis?
Sehr positiv – und durchaus ermutigend. Tag für Tag hieß es: „Volle Kanne voraus!“
Zugegeben: Es gab den einen oder anderen kurzen Moment, in dem ich dachte:
„So – jetzt haut’s dich gleich aus den Latschen …“
Ist aber nie passiert. Auch dann nicht, als an meinem Arbeitsplatz stellenweise die
40+ °C überschritten wurden.

Ein paar Erkenntnisse
Wenn man innerhalb einer Arbeitsschicht von sechs bis sieben Stunden bis zu 10 Kilometer zurücklegt und dabei ständig schwere Kisten oder andere sperrige Gegenstände hebt, schiebt und zieht, weiß man am Ende des Tages durchaus, was man getan hat.
Gearbeitet wurde flexibel – frühmorgens und am späten Nachmittag bzw. Abend, oft nach einer eher schlechten, hitzebedingt kurzen Nacht. Und spätestens wenn man während einer Arbeitseinheit zweimal das komplett durchgeschwitzte T-Shirt wechseln muss und dabei locker zwei Liter H₂O in sich hineinschüttet, wird einem klar: „Ja. Es ist heiß.“
Und dennoch darf man bei all der persönlichen und letztlich gut „Ü-60-berstandenen-Heat-Wave-Battle“ eines nicht vergessen: Für die außergewöhnliche Hitzewelle im Juni wurden allein in Europa mehr als 12.000 zusätzliche Todesfälle registriert bzw. geschätzt – eine vorläufige Zahl, die mit weiteren Daten noch steigen kann.
Das relativiert mein kleines persönliches Experiment doch erheblich. Respekt und Demut sind hier sicherlich angemessener als irgendein: „Schaut mal, was ein Ü-60er noch alles schafft.“
Rückblick und Voraussicht
Ich musste in den letzten Wochen immer wieder an die Männer beim Straßenbau in Texas denken, die ich während meiner Jahre mit dem IODP beobachtet habe – vorrangig Mexikaner und andere Latinos, die unter solchen Extrembedingungen nicht nur einige besonders heiße Wochen, sondern Monate und Jahre körperlich arbeiten.
In Texas sind 45 °C im Schatten im Sommer durchaus drin – wobei der Schatten beim Straßenbau auf heißem Asphalt bekanntlich eher rar gesät ist. Unfassbar, was diese Leute tagtäglich leisten. Auch das relativiert einiges.
Hat meine „Ü60-bung“ Spaß gemacht?
Ehrlicherweise: nicht immer.
Aber sie war notwendig – angesichts meiner aktuellen Gewerbe- und Geschäftsentwicklung und des dafür notwendigen Durchhaltevermögens. Und letztlich kam sie auch meiner persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung als Ü-60er zugute.
Und vielleicht ist genau das eine der wertvollsten Erkenntnisse aus diesen vergangenen Wochen: Auch ein älter werdender Körper kann noch erstaunlich viel leisten – wenn man auf ihn hört, seine Grenzen respektiert und ihm gleichzeitig die richtigen Bedingungen gibt.
Sommer-Ende gut – alles top!
Die Temperaturkurve ist gebrochen. Die Arbeit geht weiter – nun wieder deutlich weniger anstrengend. Nachdem die Temperaturen auf das normale jahreszeitliche Niveau zurückgekehrt sind, fühlt sich die Arbeitslast geradezu läppisch an.
Walter, das clevere Kerlchen, wird weiterhin darauf bestehen, bei Hitze keinen unnötigen Schritt zu machen. Sehr nachahmenswert.
Und ich?
Ich bin ziemlich zufrieden damit, was ein Ü-60er noch so alles auf die Reihe bekommt.




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